Akrapovic-Komplettanlage an einem GSXR-Motor in einem GSX110-Rahmen

Da habe ich doch tatsächlich die einzig sinnvolle Krümmeranlage inklusive aller Anbauteile für einen luft-/ölgekühlten GSXR-Motor günstig erwerben können (Bild 1). Die Teile müssten zwar noch mal etwas aufpoliert werden, aber die Basis ist in sehr gutem Zustand. Auf den ersten Blick macht sich das gute Stück auch gar nicht mal so schlecht am Rahmen und passt eventuell sogar unter die mittig ausbauchende Ölwanne des 1127er Motors (Bild 2). Und mit einem ordentlichen Halter und einer festen Vorspannung am Motorauslass kommt dann auch der ESD sicherlich noch deutlich höher, als es zunächst den Anschein hat (Bild 3). Doch wo Licht ist...und das offenbart sich leider erst bei dem Versuch einer Montage: die Krümmerrohre 1-3 stossen am Rahmen an und lassen keine Zusammenführung im Sammler zu. Bild 4 zeigt den probehalber mittels Dichtungen um ca. 10 mm weiter aussen distanzierten Auspuffflansch von Zylinder 2. Fazit: mit längeren Schrauben und neu gedrehten Auslassringen der Krümmeradapter sollte das Problem zu beheben sein. In der Hoffnung, dass der Krümmer insgesamt dann nicht zu weit raus ragt und das Erscheinungbild ruiniert oder ESD zu weit nach vorne wandet und im Bereich der Fussrastenanlage störend wirkt.

Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4

Also mal fix in einige neue Distanzen mit einer Länge von 32 mm statt der originalen 19 mm gefertigt, welche sich dann je nach Bedarf schnell kürzen lassen. Um hier noch nicht auf die endgültigen, möglichst auf das jeweilige Krümmerrohr abgestimmten Toleranzen eingehen zu müssen, sind die Modellteile zunächst aus Aluminium. Die Bilder 5 bis 7 zeigen die alten originalen Distanz- und Halteringe der Krümmerrohre, die längeren Exemplare sind die Modellbauteile zum Anpassen. Die finalen Varianten sollten natürlich aus einem hitzebeständigen Stahl sein.

Bild 5 Bild 6 Bild 7

Aber auch nach der oben genannten Verlängerung ist der Abstand zum Rahemn nur mit dementsprechend dicken Auslassdichtungen zu gewährleisten. Somit beiben zwei Möglichkeiten: die Distanzen in der finalen Version verlängern (alternativ die Tiefe für die Krümmerrohre reduzieren) oder aber der Motor wander mit neuen Haltern weiter nach vorne. Oder - und das erscheint mir am heikelsten: den Rahmenzug umarbeiten. Da ich kein Freund von zu gravierenden Änderungen am Hauptrahmen bin und meine Schweisskenntnisse einfach zu gerig sind, werde ich wohl einfach die Abmessungen der finalen Flanschringe etwas verändern. Bild 8 zeigt auf dem dritten Zylinder den Flansch mit der unterlegten Dichtung. Somit sind zwischen Krümmerrohr und Rahmen ca. 1,5 mm Luft.

   
Bild 8 Bild 9    

 

 

Stand: Juni 2009